Ensemble Frizzante - Jüdische Avantgarda-Musik

Das Programm der jüdischen Avantgarda-Musik stellt vokale Kompositionen der in Brünn geborenen oder in Tschechien wirkenden jüdischen Komponisten vom Anfang des 20. Jahrhunderts vor.

Zu Beginn des Konzerts erklingt das kurze Lied Aurikelchen von Alexander Zemlinsky und danach eine Auswahl aus Sechs einfachen Liedern des weltberühmten Komponisten Erich Wolfgang Korngold, Autor der Oper Die Tote Stadt.

Pavel Haas, dessen Kompositionen heute immer öfter gespielt und gesungen werden, ist ein weiterer in Brünn geborener Autor jüdischer Herkunft. Der Pianist Kostiantyn Tyshko spielt seine Suite Op. 13. Danach erklingt eine Auswahl aus seinem Zyklus Sechs Lieder im Volkston, Op. 1.

Aus dem Werk des heute unbekannten Brünner Komponisten Gideon Klein hören die Zuhörer den Männerchor Die erste Sünde und das Madrigal Das angenehme dieser Welt mit seinem tragischen Unterton (diese Komposition schrieb Klein in Theresienstadt kurz vor seinem Tod).

Danach folgt die Uraufführung der Komposition für gemischten Chor von Viktor Merz Gott hat viele Namen. Dieser Autor wurde in Brünn geboren, floh aber vor den Nationalsozialisten nach England, wo er in den 60-er Jahren des 20. Jahrhunderts starb. Seine Familie schickte die Manuskripte aus dem Nachlass im Jahre 2015 ins Janáček Museum in Brünn, das sie uns freundlich zur Verfügung gestellt hat. Nach der Chorkomposition folgt eine Auswahl aus Merzs Liedern nach Christian Morgensterns Gedichten. 

Zum Schluss tritt das ganze Ensemble auf und singt zwei Kompositionen von Hanns Eisler Der Vorspruch und Lithanei vom Hauch (Gedicht von Bertolt Brecht).

 

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