Dolezal Qurtett

Das Dolezal Quartett wurde im Jahr 1972 durch den Bratscher Karel Doležal gegründet. In den Anfangsjahren hat das Quartett bei den Mitgliedern des Smetana Quartetts, Prof. Lubomír Kostecký und Antonín Kohout studiert. Im Jahr 1975 hat es einen Meisterkurs in Weimar beim Bratscher des Juilliard Quartetts, Raphael Hyllier absolviert.
Schon bald nach der Gründung hat das Dolezal Quartett eine erfolgreiche Konzert und Aufnahmetätigkeit begonnen. Im Jahr 1975 erhielt es einen Preis für den jüngsten Teilnehmer und wurde gleichzeitig Laureat des internationalen Prager Frühling-Wettbewerbs. Zwei Jahre später gewann es eine silberne Medaille beim internationalen Wettbewerb in Bordeaux und im Jahr 1989 bekam das Quartett einen Preis des Instituts für Kammermusik der Tschechischen Philharmonie. Es folgten die Preise für die Aufnahmen von Streichquartetten von Antonín Dvořák (beste Aufnahme des Monats, gewählt von der Neuen Zeitschrift für Musik, 1982) und von Leoš Janáček (beste Aufnahme des Jahres in den USA, 1996).
Im Laufe der Jahre gab das Doležal Quartett beinahe zweitausend Konzerte auf internationalen Festivals und namhaften Bühnen der ganzen Welt. Es hat dutzende Aufnahmen für Rundfunk und Fernsehen produziert (USA-Rundfunk der New York Times, Frankreich-Pariser Rundfunk, Deutschland, Österreich, usw.).
Das Dolezal Quartett sticht durch seine Zusammenarbeit mit weltberühmten Solisten und musikalischen Persönlichkeiten hervor. Im Jahr 1977 trat es zusammen mit dem Pianisten Pavel Štěpánek in Tunesien auf. Darauf folgten Konzerte mit dem Kontrabassisten František Pošta und dem hervorragenden Bratscher Yuri Bashmet beim Musikfestival in Finland (1982), sowie Konzerte mit dem Violoncellisten Mischa Maisky in Frankreich (1984).
Zu den bedeutendsten Auftritten zählt ebenso die komplette Aufführung aller Beethovens Sonaten zusammen mit dem Amadeus Quartett, dem Alban Berg Quartett und dem Julliard Quartett in der Tonhalle Zürich. Im Jahr 1990 gab das Dolezal Quartett ein Konzert beim Festival in Montepellier, das im Radio France live übertragen wurde. Zusammen mit dem Pianisten Josef Palenicek trat das Quartett bei den Bohuslav Martinů Festtagen in Paris auf. Regelmäßig bereicherte es mit seinen hervorragenden Auftritten das Musikfestival Prager Frühling.
Im Februar 2003 feierte das Doležal Quartett sein 30-jähriges Bestehen mit einem Konzert im Dvořák-Saal des Rudolfinum Konzerthauses. Gleichzeitig wurde die Tätigkeit des Quartetts in der bisherigen Besetzung beendet und sein Name an die neue Musiker-Generation weitergegeben.